| 4. Klasse
|
|
| Feuer lodert, Funken sprühen, freudig hört den Schmied man singen, wenn er eine Pflugschar schmiedet: "Mög' die Arbeit Segen bringen!" Furch' um Furche dringt die Pflugschar Auf dem Acker wächst Getreide, | Ruth blieb treu bei ihrer Mutter, zog mit ihr in fremde Gegend, liebevoll sie stets umsorgend, unermüdlich stets sich regend. Auf den Feldern, Schnittern folgend, Boas sah sie Ähren sammeln, |
* |
* |
| Still verharrend kann ich ahnen stummes Wesen fester Steine, staunend schau' ich, wie sich Blüten öffnen sacht im Sonnenscheine, lächelnd lausche ich den Vögeln, spür', wie lebensfroh sie singen, andrer Menschen Freude teil' ich, seh' ihr Werk ich gut gelingen. Lauschend, schauend fühle ich mich liebevoll der Welt verbunden; ihre Vielfalt froh erlebend habe ich mich selbst gefunden. |
Festen Schrittes ging der Junge, ging im Morgensonnenschein, ging zur Schmiede: "Lieber Meister, kann ich Lehrling bei Euch sein?" "Willst du's Schmiedehandwerk lernen, mußt die Glut du fleißig schüren, mußt den schweren Schmiedehammer rasch geschickt und kraftvoll führen. Lieben mußt du deine Arbeit, ist sie manchmal dir auch Last, wachsam lernen, stets erfragen, was du nicht verstanden hast. Neues Schritt für Schritt zu üben darfst du scheuen keine Müh." "Ja, ich will von ganzem Herzen!" "Gut - beginn gleich morgen früh!" |
| © by Ludger Helming-Jacoby Aus dem Buch: Ludger Helming-Jacoby Zeugnissprüche und Sprüche aus dem Hauptunterricht einer Waldorfschule Flensburger Hefte Verlag ISBN 3-926841-95-8 Wegen der kleinen Auflage bitten Autor und Verlag, das Copyright zu respektieren und das Buch bei Bedarf zu kaufen! |
|